Kredite und SCHUFA eine untrennbare Einheit?
„Kredite ohne SCHUFA" oder „SCHUFAfreie Kredite", das sind häufig Slogans mit denen für Kredite geworben wird. Da einem bei der Suche nach einem Kredit, die SCHUFA häufiger über den Weg laufen wird, ist es Zeit sich einmal richtig mit der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung zu befassen.
Die SCHUFA wurde 1927 als unabhängige Tochter der BEWAG (Berliner städtische Elektrizitäts-Aktiengesellschaft) gegründet. Wie bereits erwähnt steht die Abkürzung für Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung.
Ziel war es ursprünglich der Verkaufsabteilung der BEWAG vor einem Vertragsabschluss Erfahrungswerte über die Zahlungsmoral eines Neukunden zu geben. Eine Geschäftsidee mit durchschlagendem Erfolg. Immer mehr Unternehmen machten von diesem Mittel der Risikominimierung gebrauch.
Im zweitem Jahr nach ihrer Betriebsgründung besaß die SCHUFA Berlin bereits 1,5 Millionen Karteikarten, zur Verwaltung ihrer Datenbestände.
Im Jahr 1930 wurde die erste Gesellschaft außerhalb Berlins, in Dortmund gegründet. Bis 1933 folgten noch 11 weitere Gesellschaften in ganz Deutschland.
Nach dem Krieg wurde im Jahre 1952, von den 13 SCHUFA-Gesellschaften und ihren insgesamt 34 Niederlassungen, die BUNDES-SCHUFA e.V. gegründet. Die endgültige Trennung der SCHUFA von Ihren alten BEWAG-Wurzeln erfolgte im Jahr 1957 mit der Verlegung des Hauptsitzes des Vereins von Berlin nach Wiesbaden.
Durch die neu aufgenommene SCHUFA-Klausel in den Konsumentenkrediten kletterte im Jahr 1965 erstmals die Anzahl der Auskünfte über die Zehn-Millionen-Marke.
Die letzte große Umstrukturierung erlebte die SCHUFA im Jahr 2000. Zu diesem Termin wurde die SCHUFA Holding AG gegründet. In diese Holding wurden die einzelnen Regionalgesellschaften und die BUNDES-SCHUFA e.V. integriert.
Die SCHUFA ist die erste Adresse für Unternehmen in Deutschland, um Informationen über die Kreditwürdigkeit eines Kunden zu erfahren. Dazu schließen die Unternehmen wie beispielsweise Banken, Kreditinstitute, Versand- und Handelhäuser, einen Vertrag mit der SCHUFA ab. Nur Vertragspartner der SCHUFA erhalten Auskunft über vorhandenen Daten im Bestand.
Seit Ende der fünfziger Jahre ist bei der allgemeinen Privatkreditvergabe (Konsumkredite)(Das Ratendarlehen als Konsumkredit der Kreditbanken) in Deutschland die SCHUFA-Erklärung zum festen Bestandteil der Verträge geworden und auch die Informationen die zu den Personen mit erfasst werden haben sich im Laufe der Jahre geändert. Mittlerweile werden beispielsweise auch zusätzliche Informationen, wie zum Beispiel Anzahl der SCHUFA-Anfragen, in den Datenbestand mit eingebunden.
Jeder Person ist es erlaubt, gegen eine kleine Kostenpauschale, schriftlichen Einblick über die über ihn gespeicherten Daten bei der SCHUFA zu erhalten.
Seien Sie vorsichtig wenn Ihnen Kredite ohne SCHUFA oder SCHUFAfreie Kredite angeboten werden. Der Kredit und die SCHUFA sind in Deutschland sehr eng miteinander verbunden, kaum ein seriöses Unternehmen kann es sich leisten heutzutage darauf zu verzichten.

